Unendliche Weiten

Wenn der Nachthimmel zur Destination wird, dann landen viele in Namibia. Die reine Luft und die klare Sicht auf den Südsternhimmel zieht Amateurastronomen aus der ganzen Welt an. Auch wir sind fasziniert und haben viele Fragen.

Elke, Armin, Martin, Wolfgang und Ulli sind Hobby-Astronomen. Sie verbrachten die letzten zwei Wochen gemeinsam in Namibia auf der Rooiklip Gästefarm, um sich vom Südsternhimmel verzaubern zu lassen.

Wir hatten das Glück die Gruppe nicht nur bewirten sondern auch mit ihnen in die Sterne gucken zu dürfen. Sie haben sich die Zeit genommen uns Sternbilder, Planeten und Galaxien zu zeigen. Durch die Teleskope und Binokulare sehen wir den Jupiter, wie er von den vier Monden umkreist wird, bestaunen Kugelsternhaufen und die Andromedagalaxie. Wir lernen auch, dass die Sternbilder wie etwa das Kreuz des Südens hauptsächlich zur Orientierung am Himmel dienen.

Wir haben Elke, Armin und Martin zu ihrer Faszination an der Astronomie befragt und bekamen einen Einblick in die Vielfältigkeit dieser Leidenschaft. Da wir noch nicht viel davon verstehen, Lichtjahre und das All uns noch immer ein Rätsel sind, geben wir die Antworten am besten gleich so weiter, wie wir sie erhalten haben.

FASZINATION DER STERNE

Elke bekam ihr erstes Teleskop als sie neun Jahre alt war. Es fasziniere sie die Vorstellung, dass das Licht so lange zu uns unterwegs sei und dass sogar vielleicht jemand zurück blicke. Sie fragt: “Hast du schon mal was gesehen, das so alt ist? Also Milliarden Jahre alt?”

Für Armin geht die Faszination mit seiner Liebe zur Naturwissenschaft einher. “Die Astronomie ist für mich ein riesengrosses Getriebe das funktioniert und führt mir immer wieder vor Augen wie klein wir sind”, sagt er. Manchmal stelle er sich die Frage, ob das alles so Zufall sei. “Die Erdachse ist um genau 23,5 Grad geneigt. Wär sie nur 1 Grad mehr oder weniger geneigt würden wir erfrieren oder verbrennen. Ist das Zufall oder ist vielleicht eine Höhere Hand im Spiel?”

Was fasziniert Martin an der Astronomie? “Die unendlichen Weiten”, antwortet er. “Es ist einfach so unglaublich. Da draussen ist das nackte pulsierende Leben. Du kannst sehen, wie sich neue Sonnen bilden, wie sich zwei Galaxien umeinanderquirlen oder sich gegenseitig verschlucken. Das alles in Zeitmassstäben, die das Menschliche überschreiten.”

LIEBLINGSSTERNE

Die Auswahl an Sternen ist gross. Haben denn Astronomen auch einen Lieblingsstern, fragen wir sie. Elke hat einen Lieblingsplaneten, den Jupiter: “Weil man auf der Oberfläche durch das Teleskop so viele Details erkennen kann – die vier grossen Monde und diese werfen oft Schatten auf den Jupiter. Diese Minisonnenfinsternisse auf den Jupiter sehen sehr schön aus. Jeden Abend gibt es ein anderes Bild.”

Für Armin ist es der Orion: “Der Orion ist bei uns sehr gut zu sehen und ist sehr gross. Er ist leicht zu erkennen und es ist ein Nebel drin. Der Orionnebel.”

Martin’s Favorit ist Etakarine: “Der steht kurz vor der Explosion. Vielleicht ist der sogar schon explodiert und es dauert noch ein paar Jahrzehnte bis er bei uns ankommt.”

WENN DAS UNMÖGLICHE MÖGLICH WÄR

Wir haben die Sternfreunde gefragt, wenn sie einen neuen Stern entdecken würden, wie würden sie den nennen? Selbstverständlich kam von ihnen allen gleich die Antwort: “Das ist vollkommen unmöglich”. Trotzdem, wie würde der heissen? Na gut, wenn man das denn weiterspinnen würde ..
… “Ich würde ihn wahrscheinlich nach einer Science Fiction Figur benennen, zum Beispiel Seven of Nine oder Captain Kirk”, meint Elke.
… “Ich würde den glaub verbergen und für mich behalten”, sagt Armin.
… “Das ist völlig ausgeschlossen. Die Maschinen haben die Macht übernommen. Es gibt keine Chance, dass du sowas entdeckst.” Das bleibt für Martin sternenklar.

 

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Sternengucken soll geplant sein: Nachmittags findet man die Hobby-Astronomen meist über diesen Plan gebeugt.
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Die Ausrüstung ist Teil des Hobbys: Armin baut seine Teleskope selbst und Martin hat es sogar zu seinem Beruf gemacht. 
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Mondfinsternis: so schön kann es sein durchs Teleskop zu gucken.

Vielen Dank Armin für die tollen Bilder.

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