Ernte der Hoffnung

Vor einem Jahr verteilten wir am Central in Zürich für farmy.ch Flyer und frische Rüebli, um uns ein wenig zur Reise hinzuzuverdienen. Damals hätten wir nie gedacht heute ein ähnliches Projekt in Kapstadt zu besuchen. Gemüseabos wie die von farmy.ch oder Agrico sind eine super Sache. In Südafrika, wo die Arbeitslosenrate in Townships bei etwa 40% liegt, sind diese sogar noch wertvoller.

Die Non-Profit Organisation Abalimi Bezekhaya (Xhosa für “Farmers of the Home”) ermutigt und unterstützt Frauen ihr Gemüse selber zu anzupflanzen, um ihre Familien zu versorgen. Abalimi hilft ihnen zu Hause und in Gemeinschaftsgärten mit biologischen Anbaumethoden Gemüse anzupflanzen und die Wasserversorgung des Gartens sicherzustellen. Die Organisation wurde 1981 gegründet. Heute wächst in hunderten von Gärten in Townships rundum Kapstadt Gemüse, mit welchem tausende von Familien versorgt werden. Nach einigen Jahren Erfahrung produzieren viele dieser Mikrobauern mehr als sie für den Eigengebrauch benötigen. Hier kommt das Projekt “Harvest of Hope” zum Zuge.

Die Nachfrage nach biologischem Gemüse ist in Townships zur Zeit noch klein. “Harvest of Hope” unterstützt die Mikrobauern ihre Ernte an die Anspruchsgruppe in der Stadt zu bringen. Seit 2008 ermöglicht diese Initiative den direkten Vertrieb auf Märkten oder über Gemüseabos. Die Frauen geniessen ein sicheres und faires Einkommen und ihre Kundschaft profitiert von lokalem und biologischen Anbau zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Die Organisation Abalimi besteht aus fünf professionellen Bauern, welche die rund 6000 Frauen unterstützen und betreuen. Das bewirtschaftete Land und die Wasserversorgung wird in der Regel von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Nachfrage nach Arbeit in den Gärten ist sehr gross. Grösser als die Landesflächen die zur Bewirtschaftung zur Verfügung stehen. Wir haben zwei dieser Gärten besucht.

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Garten Nr. 1: Die einzelnen Gärten werden in die Stufen “Survival”, “Subsistance” und “Livelihood” eingeteilt. Dieser Garten befindet sich in der Phase “Spät-Subsistance”. Die Ernte reicht für die Arbeiterinnen und ihre Familien und nur ein kleiner Teil kann vertrieben werden.
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Der Erfolg eines Gartens hängt grossteils von der Bereitschaft der Mikrobauern ab. In der Regel arbeiten sie 5 Tage die Woche à 3 Stunden. 

 

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Dieser Teil der Ernte wird mit Hilfe von “Harvest of Hope” vertrieben.
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Garten Nr. 2: Dieses Prachtbeispiel hat die Phase “Livelihood” erreicht. Der Garten funktioniert so erfolgreich, dass sie sich sogar überlegen ihre überschüssige Ernte am Oranjezicht City Farm Market im Stadtzentrum zu verkaufen. Siehe unseren früheren Blogpost dazu. 
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Der Garten liegt neben einer Grundschule. Diese Plätze eignen sich sehr gut für Gemeinschaftsgärten, da das Grundstück meistens dem Staat gehört und damit für die Projekte “einfach” zu erlangen sind und Wasser zur Verfügung steht.

Mehr Informationen findest du unter abalimi.org.za oder www.harvestofhope.co.za.

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One thought on “Ernte der Hoffnung

  1. Schön, so etwas vorgestellt zu bekommen! Ich bin der Meinung, dass wir Menschen an den Orten auf der Welt, wo wir leben, auch initiativ sein müssen um ein gutes Leben zu führen. Keiner tut das für uns! Viele Menschen leben (noch) zu passiv und in einem unguten Glauben an Autoritäten, die letztlich meist nur für sich selber schauen.

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