Auf Walfischjagd

Das “Thing to do” in Mirissa ist Whale Watching. Meeresbiologen haben vor einigen Jahren erst entdeckt, dass vor der Küste Sri Lankas Blauwale leben. Nicht nur sind sie die grössten Säugetiere der Welt, hier kommen sie auch noch in grössten Herden vor.

Dezember ist Hochsaison an der Südküste. Zu unserem Glück hat die noch nicht wie erhofft eingeschlagen und auch die Whale Watching Boote buhlen um Touristen. 2500 Rupees anstatt 8500. Ein Schnäppchen, meint der Backpacker in uns. Für nicht mal 20 Franken pro Person nehmen wir uns also der Sache an.

Um 6.30 Uhr werden wir abgeholt. Eine halbe Stunde später tuckern wir auf dem Boot aus dem Hafen. Wir sind nicht alleine. Sieben Boote sind unterwegs und später gesellen sich noch zwei kleine dazu. Es dauert nicht lange, da haben wir auch schon den ersten Wal im Visier. Es wird direkt auf ihn zugesteuert. Alle neun Boote verschärfen ihren Kurs. Vollgas. Whale Watching wird zu Whale Chasing. Gute zwei Stunden lang wird der arme Wal gejagt (übrigens ein “Fin Whale” und nicht etwa ein Blauwal).

Belämmert von  der frühen Morgenstunde kombiniert mit Seekrankheitspillen sehen wir ihn auf- und abtauchen. Die Boote lassen ihn wieder in Ruhe und kehren zurück. In der Ferne sehen wir ihn ein letztes Mal auftauchen.

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5 thoughts on “Auf Walfischjagd

  1. Leider ist billig nicht immer gut. Wer auf Tierschutz und Professionalität wert legt, zahlt lieber 25 Euro extra und macht diesen Trip mit Raja and the Whales. Raja and the Whales ist eine lokale Familie, die seit 2008 Whale Watching in Mirissa macht und sich intensiv mit den Tieren beschäftigt. Die Crew unterstützt internationale Forschungsarbeiten und ist in diversen Projekten involviert, die das Ziel haben, die seltenen Meeresbewohner im Indischen Ozean zu schützen. Raja and the Whales waren diejenigen, die mit dem Whale Watching in Mirissa begonnen haben, ohne damals geahnt zu haben, dass irgendwann viele andere aus reiner Geldgeilheit und ohne Liebe zu diesem Job folgen würden. Was nun in Mirissa passiert ist einfach traurig. Die vielen Boote veranstalten jeden Morgen eine regelrechte Hetzjagd auf die Tiere wodurch auch schon Verhaltensänderungen bei den Blauwalen bemerkbar wurden. Raja and the Whales sind die einzigen, die da nicht mitmachen und lieber ihre “eigenen” Wale suchen. Beim Watching wird dann streng den internationalen Vorschriften gefolgt. Zudem sind die Passagierzahlen strikt limitiert, die Crew ist bestens ausgebildet (unter anderem mit internationalen Lifesaving Zertifikaten) und das Boot ist zu 100% sicher und wird laufend gewartet. Qualität hat eben ihren Preis. Dafür wird man aber auch mit enormen Wissen belohnt, dass die Jungs gerne mit ihren Gästen teilen. 25 Euro mehr für ehrliches, professionelles Service und das grüne Plus sollte man sich leisten. Ansonsten bitte lieber auf das Whale Watching in Sri Lanka verzichten, denn man unterstützt hier nichts Gutes. Wäre schön, wenn ihr das publik macht und die “Guten” anstatt die Cowboys mit eurem Blog unterstützt. Stichwort “Responsible Travel”, getreu dem Reisemotto: “Leave nothing but your foodprints.” Cheers, Anja

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    1. Vielen Dank, Anja, deine Erklärungen sind sehr hilfreich. Wir hoffen zukünftige Sri Lanka Touristen unter unseren Lesern befolgen deinen Rat oder noch besser sie melden sich vor ihrer Reise bei dir.

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  2. Ou ja da muss ich dann in Kolumbien auch schauen!!, aber dort hat es nur 4 – 5 kleine Lodges an der Pazifikküste und die Küste ist nur mit dem kleine Piper Flugzeug erreichbar. Da habe ich gesehen, dass ein paar Leute in der Bucht selber mit den Kajak und SUP in die Nähe der Wale gelangen. Ist wenigstens leise…. In Arentinien hatten wir auch Wale gesehen, aber dort sind die Boote langsam raus gefahren und haben in der grossen Bucht fast gewartet und die Grauwale sind zum Boot geschwommen…, Geniesst weiterhin eure Reise
    Gruess Wägi

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    1. Wow, das hört sich mal schön an. Argentinien rückt auf unserer To-Do-Liste gleich höher. Sind sehr gespannt auf deine Berichte aus Kolumbien! Wünschen dir eine kurzweilige Zeit bis Juli 🙂

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