Die Wüste ist von drei Seiten schön

Mehr als die Hälfte der Landesfläche des Iran ist Wüste und unterteilt sich in die Dasht-e Kavir im Norden und die Lut-Wüste im Süden. Wir haben uns in drei verschiedene Regionen der Kavir-Wüste aufgemacht, welche unterschiedlicher nicht sein könnten.

AUF KURS

In der Nähe von Kashan, soll es einen Salzsee und Sanddünen geben. Die Letzteren finden wir schnell. Den Salzsee sehen wir von weitem und steuern direkt darauf zu. Doch er kommt und kommt nicht. Wo war der denn? Sind wir ab Kurs gekommen? Ein Deutsches Pärchen kommt uns entgegen. Sie seien noch 14km weitergefahren und da sei immer noch nichts. Es sei dann noch ein bisschen weiter, hätten sie gehört. Ok, wir geben uns noch die paar Kilometer und noch ein bisschen. Und siehe da: wir sind ja schon lange mittendrin. Als wir aussteigen knirscht der Boden unter den Füssen und das Auto ist auch schon gesalzen.

Zurück im Sand begegnen wir wilden Kamelen. Das eine zeigt sich ganz kamerafreudig und posiert mit entzückendem Wimperaufschlag. Klick, klick, Fotoshooting im Kasten. Unter zauberhaftem Sternenhimmel lassen wir den aufregenden Tag mit Hubblybubbly, Milkyway und Mars ausklingen.


  
  

ZEIGT HER EURE FÜSSE

Wer denkt, Oasen seien eine Erfindung von Bilderbuchautoren, der hat falschgedacht. Die gibts wirklich und wir haben Beweise (siehe unten). Erst sehen wir weit und breit nur Wüste und dann, festgehalten, wie aus dem Nichts ein Datelpalmenwald. Schön um eine Quelle gereiht und es kommt noch besser: Putzerfische im Quellwasser. Wir strecken gleich mal die Füsse rein und zack, da beisst sich schon der Erste was ab. Für uns Pedicure und für die Fische Emmentaler und Cheddar. Eine Win-Win-Situation?

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FRISCHER WIND

Yazd ist eine der ältesten Städte im Iran, liegt mitten in der Wüste und hat eine ganz besondere Architektur. Alle Häuser sind aus Lehm gebaut. Die kuppelförmigen Dächer trotzen den Wüstenstürmen und unzählige Windtürme zieren die ‘Skyline’. Diese dienen zur Klimatisierung der Häuser und Wasserreservoire. Sie fangen den Wind ein, leiten ihn nach unten und ziehen gleichzeitig die warme Luft von Innen wieder hoch. Kopftuch festhalten ist angesagt.


  
  

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